Startseite Jolly's Exkurse Windows 95 aufrüsten Win 95/98 Jolly wünscht allen Besuchern viel Erfolg



Windows 95 aufrüsten



Sie verwenden immer noch Windows 95, obwohl Sie von Ihren Bekannten bereits belächelt werden?
Ich auch!



Immerhin hat es einige Vorteile:


Aber es gibt in den folgenden Windowsversionen einige Features, die auch Windows 95 gut zu Gesicht stehen würden. Und überraschenderweise funktionieren eben einige Systemdateien von Win98 oder WinME auch ausgezeichnet mit dem "alten" Win95.
Von diesen "Verbesserungen" handeln die folgenden Abschnitte.

Nutzen Sie die erweiterten Möglichkeiten späterer Windows-Versionen auch mit Windows 95!



Übersicht


In der folgenden Tabelle sind die Funktionen aufgelistet, die weiter unten näher erläutert werden (einfach auf den Begriff in der Spalte "Funktion" klicken, um zu dem jeweiligen Absatz zu springen).
Durch Klick auf das entsprechende Symbol können die benötigten Dateien heruntergeladen werden. Wohin Sie die entpackten Dateien kopieren müssen und wie Sie die Programme installieren und nutzen können, ist in den Programmbeschreibungen weiter unten genau erklärt.


Funktion Kurzbeschreibung Download
Systemsicherung Windows 98 sichert mit dem Programm "ScanReg" täglich selbständig seine wichtigsten Dateien und erlaubt deren Rücksicherung für den Fall, dass eine "Reparatur" notwendig ist. Download Scanreg.exe von Win98
175 KB
Defragmentierung Die Defrag.exe von Windows ME ist bedeutend schneller als die Vorgängerversion aus Windows 9x. Download Defrag.exe von ME.
109 KB
Autostart Mit dem Tool MSConfig aus Windows 98 können Sie alle Programme, die beim Windows-Start automatisch geladen werden, erkennen und wahlweise deaktivieren. Download MSConfig.exe von Win98
24 KB
Systemdateiprüfung Das Programm SFC bietet eine Prüfung der Systemdateien und automatisches Ersetzen veränderter oder defekter Dateien von der Windows-Installations-CD. Download Sfc.exe von Win98
96 KB
Systemanpassung TweakUI ermöglicht viele System-Einstellungen, die sonst nur schwer erreichbar wären. Inzwischen auch auf deutsch! Download TweakUI deutsch
130 KB
Sommerzeit Für die erste Windows-95-Version geht die Sommerzeit noch immer im September (statt im Oktober) zuende. Mit dem Time Zone Editor (aus Microsoft's Kernel Toys) und einer eigenen Zeitzone schaffen Sie dauerhafte Abhilfe. Download TZEdit.exe aus den MS-KernelToys
25 KB
Euro-Umstellung Mit dem Euro-Update von Microsoft machen Sie Ihr Windows 95 eurofähig. Weitere Tipps helfen bei der Umstellung des Systems und der Verwendung des €-Zeichens Umleitung zur Download-Seite von Microsoft
2,2 MB




Systemsicherung

Windows 98 sichert täglich selbständig seine wichtigsten Dateien und erlaubt deren Rücksicherung für den Fall, dass eine "Reparatur" notwendig ist. Dies alles geschieht über das Programm SCANREGW.EXE, das über die Registry bei jeder Windows-Sitzung mitgestartet wird.

Installation:

In der Download-ZIP finden Sie die folgenden Dateien: SCANREG.EXE, SCANREG.INI, SCANREGW.EXE und REGEDIT.EXE. Kopieren Sie die ersten beiden Dateien in das Verzeichnis "C:\Windows\Command", die SCANREGW.EXE in das Windowsverzeichnis. Die Datei REGEDIT.EXE benötigen Sie nur dann, wenn Sie mit der ersten Ausgabe von Windows 95 arbeiten* (s.u.) bzw. mit Windows 95a.
Wenn Sie die Dateien entpackt haben, starten Sie den Registrierungseditor durch Eingabe von "regedit" unter "Start, Ausführen". Gehen Sie dann in den Schlüssel
"HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run"
und erzeugen Sie im rechten Fenster durch Rechtsklick eine neue Zeichenfolge. Nennen Sie diese "ScanRegistry" und weisen Sie ihr den Wert "C:\windows\scanregw.exe /autorun" zu. Danach schließen Sie den Registrierungseditor.



Achtung: Besitzer des ersten Windows 95 oder von 95a* benötigen noch die REGEDIT.EXE von Windows 95b oder höher!
Wenn Sie also das originale Windows 95 haben*, entpacken Sie die REGEDIT.EXE aus der Download-ZIP in Ihr Windowsverzeichnis (sicherheitshalber die ursprüngliche Regedit.exe an einen anderen Platz kopieren oder eine Sicherungskopie erstellen). Danach starten Sie den MS-DOS-Modus und geben am Prompt ein: "Setver Regedit.exe 7.10". Das ist nötig, weil diese Version von Regedit DOS 7.10 erwartet, das erste Windows 95 aber auf der DOS-Version 7.0 aufgesetzt war. Die dabei erscheinende Warnmeldung können Sie getrost ignorieren, denn die neue REGEDIT.EXE funktioniert einwandfrei in Ihrer Windowsversion (solange sie "denkt", sie sei in MS-DOS 7.10).



Erst nach einem Neustart wird dies übrigens systemweit übernommen. Bevor Sie Scanreg testen, müssen Sie also den PC neu starten.

Funktionen:

- tägliche Sicherung der Registrierung und wichtiger Systemdateien
- Wiederherstellung der gesicherten Dateien am DOS-Prompt oder unter Windows
- Komprimierung der Registrierungsdateien
- Reparatur der Registrierungsdateien
- Anpassen der Standardsicherung


tägliche Sicherung der Registrierung und wichtiger Systemdateien

Das System sichert ab jetzt täglich einmal selbständig folgende Dateien im Verzeichnis C:\Windows\Sysbckup: SYSTEM.DAT, SYSTEM.INI, USER.DAT und WIN.INI. Diese Dateien werden zusammen in einer Datei mit dem Namen RB000.CAB gespeichert (die CAB-Dateien der nächsten Tage erhalten fortlaufende Nummern). Mit dem Programm CABVIEW aus den MS-Powertoys (oder einem ZIP-Programm) können Sie einen Blick in diese Packdatei werfen und die Dateien bei Bedarf auch unter Windows extrahieren.




Wiederherstellung der gesicherten Dateien am DOS-Prompt und unter Windows

Sie können unter DOS jede der 5 gespeicherten Sicherungen wieder zurückspielen. Dies kann "lebensrettend" sein, wenn Windows gar nicht mehr hochfährt, sondern sich bspw. mit einem "Registrierungsfehler" schon beim Laden wieder verabschiedet. Aber auch wenn Sie bspw. nach Deinstallation eines Programmes den Eindruck haben, dass Windows nicht mehr so "rund" läuft wie früher, oder dass nicht alle "Reste" des Programms aus der Registry entfernt wurden, können Sie nun auf eine frühere Sicherung zurückgreifen.
Hierzu brechen Sie den Systemstart beim Erscheinen der Meldung "Windows 95 wird gestartet..." mit der Taste F8 ab und wählen aus dem erscheinenden Menü "Nur Eingabeaufforderung". Sie gelangen nun an das DOS-Prompt. Hier geben Sie "scanreg /restore" ein. Es werden Ihnen nun 5 Sicherungen angeboten , von denen Sie eine mit den Pfeiltasten und nachfolgendem "Enter" auswählen können (es werden zunächst nur 4 Sicherungen angezeigt, die 5. erscheint, wenn Sie mit den Pfeiltasten ganz nach unten gehen). Nun werden automatisch die genannten Dateien durch die Sicherungskopien ersetzt. Anschließend erhalten Sie eine Meldung, ob dieser Vorgang erfolgreich ausgeführt werden konnte oder nicht. Danach starten Sie das System neu.

Natürlich können Sie auch unter Windows die Sicherungskopien zurückspielen. Hierzu einfach die CAB-Datei öffnen (mit CabView aus den MS-Powertoys oder einem Packprogramm) und die enthaltenen Dateien in das Windowsverzeichnis extrahieren (wenn Sie zusätzliche Dateien aus anderen Verzeichnisse mitsichern, müssen diese natürlich in das Verzeichnis, aus dem sie stammen, extrahiert werden).


Komprimierung der Registrierungsdateien

Mit der Zeit steigt die Größe der Registrierungsdateien SYSTEM.DAT und USER.DAT immer weiter an. Das liegt daran, dass immer mehr neue Einträge hinzukommen, alte aber nicht immer gelöscht werden. Und auch dann, wenn Sie zum Entfernen dieser überflüssigen Einträge ein Registry-Tool benutzen, z.B. "RegClean" von Microsoft (finden Sie leicht über eine Suchmaschine), verbleibt an der gelöschten Stelle ein Leerraum. Die Registrierungdateien werden also nicht wirklich verkleinert sondern bleiben gleich groß.
Um diese "Leerräume" zu entfernen, muss die Registrierung einmal komplett ausgelesen und danach unter DOS wieder "sauber" eingelesen werden. Unter Windows 95 war das nur durch "Handarbeit" an der DOS-Eingabeaufforderung möglich und unter Windows 95a funktionierte es meist gar nicht. Nun nimmt uns ScanReg diese Arbeit ab (und Dank der REGEDIT.EXE von Win95b funktioniert dieser Prozess nun auch bei der originalen Windows-95-Version).

Starten Sie wieder zum DOS-Prompt (s.o.) und geben Sie "scanreg /opt" ein. Der Optimierungs- bzw. Komprimierungsprozess läuft automatisch ab.

Tipp: verwenden Sie diese Option nacheinander mit einem Registry-Cleaner (s.o.) und mit der Option "scanreg /fix" (s.u.), um gleichzeitig auch evtl. Fehler zu beseitigen.


Reparatur der Registrierungsdateien

Wenn Sie (oder Windows selbst) Fehler in der Registry feststellen, können Sie durch Eingabe von "scanreg /fix" einen "Reaparaturversuch" unternehmen. Auch diese Eingabe muss nach Startabbruch am DOS-Prompt erfolgen. Danach läuft der ganze Reparatur-Prozess automatisch ab.

Tipp: Verwenden Sie diese Option nacheinander mit einem Registry-Cleaner (s.o.) und mit der Option "scanreg /opt" (s.o.), um gleichzeitig auch die Registrierung zu komprimieren.


Anpassen der Standardsicherung

ScanReg verwendet folgende Standardwerte: Diese Einstellungen werden in der Datei SCANREG.INI gespeichert. Die folgende Grafik zeigt diese Konfigurationsdatei so, wie sie nach dem Download vorliegt. An den rot markierten Stellen können die Standardwerte geändert werden.


Wollen Sie diese Einstellungen ändern, müssen Sie die SCANREG.INI öffnen (z.B. mit dem Windows-Editor Notepad).

Die Anzahl der aufbewahrten Sicherungen ändern Sie in der Zeile "MaxBackupCopies=5". Einfach statt der "5" eine andere Zahl hineinschreiben.
Aber Achtung: Wenn Sie unter DOS mit der Funktion "/restore" eine alte Sicherung wiederherstellen wollen, werden Ihnen immer nur 5 Sicherungen zur Wahl angeboten - egal, wieviele Sicherungen Sie aufbewahren lassen. Die Änderung des Standardwertes lohnt sich also nur dann, wenn Sie unter Windows an eine ältere Sicherung heranwollen, oder wenn Sie wissen, wie Sie unter DOS die nicht benötigten CAB-Dateien löschen, so dass nur noch die gewünschten 5 Sicherungen übrig bleiben. Daher hier im Zweifel nichts ändern!

Das Sicherungs-Verzeichnis ändern Sie in der Zeile "BackupDirectory= ". Einfach hinter dem Gleichheitszeichen den Pfad zu dem Verzeichnis angeben, in dem Sie die Sicherungen aufbewahren wollen.

Die gesicherten Dateien können Sie durch zusätzliche Dateien ergänzen, indem Sie diese am Ende in der Zeile "Files=" angeben. Hierbei müssen Sie für bestimmte Verzeichnisse die in der Erklärung der INI-Datei einige Zeilen höher angegebenen Zahlen verwenden (siehe Bild). Wollen Sie also z.B. zusätzlich die Systemdateien im Grundverzeichnis C:\ mitsichern, müsste die einzufügende Zeile lauten:

Mit einem "Trick" können Sie aber auch Dateien sichern, die nicht innerhalb der durch Zahlen vertretenen Verzeichnisse liegen. Wollen Sie z.B. die Datei WICHTIG.TXT im Verzeichnis "Eigene Dateien" sichern, so verwenden Sie in der einzufügenden Zeile die Verzeichniszahl "30" (für Grundverzeichnis) und geben den exakten Pfad zur zu sichernden Datei an; in unserem Beispiel wäre das: "Files=30,C:\Eigene Dateien\Wichtig.txt".
So können Sie jede beliebige Datei in Ihre Sicherung aufnehmen. Es sind mehrere Zeilen, die mit "Files=" beginnen, untereinander möglich

Die automatische Scanreg-Sicherung ist zwar komfortabel, aber nicht vollkommen. So wird z.B. durch jede Wiederherstellung einer gespeicherten Scanreg-Sicherung (wie unter "Wiederherstellung der gesicherten Dateien..." weiter oben beschrieben) diese "verbraucht". Wenn Sie also aus irgendeinem Grund an einem einzigen Tag alle 5 Sicherungen wiederherstellen mussten, stehen Sie ohne weitere Sicherung da!




Defragmentierung

Das Defragmentierprogramm von Win9x (mit 9x werden die Versionen 95 und 98 bezeichnet) ist langsam. Obwohl die Detailansicht lustig anzuschauen ist, ist es doch auf Dauer mühsam, den Prozess abzuwarten.



Mit Windows ME hat Microsoft (eigentlich war es Intel) ein verbessertes Defragmentierprogramm eigeführt, das dieselbe Arbeit unter der gleichen Oberfläche deutlich schneller durchführt.
Sie erkennen das neue, verbesserte Defragmentierprogramm an folgendem Startbild:



Installation

Hierzu muss man einfach die Datei DEFRAG.EXE aus der Downloaddatei in das Verzeichnis "C:\Windows" entpacken (vorher sicherheitshalber eine Kopie der originalen DEFRAG.EXE erstellen).
Aufruf z.B. über das Startmenü (normalerweise "Programme, Zubehör, Systemprogramme").

Tipp: Starten Sie das Defragmentierprogramm im DOS-Fenster mit dem Aufruf "defrag /p". Der "/p"-Schalter bewirkt, dass alle Dateien defragmentiert werden. Ohne diesen Parameter gäbe es einige "feste" Dateien, die bei der Defragmentierung ausgelassen würden.




Autostart

Windows startet automatisch bei jedem Hochfahren einige Programme mit. Manche davon erkennt man an einem Icon im SysTray (neben der Uhr), andere laufen "unsichtbar" im Hintergrund. Immer dann, wenn es Fehlermeldungen oder Probleme beim Windowsstart gibt, sollte man diese ständig mitstartenden Programme darauf überprüfen, ob der Fehler hierdurch verursacht wird.

Diejenigen Programme, die über den Autostartordner im Startmenü aufgerufen werden, sind ebenso leicht zu erkennen wie abzuschalten. Aber welche Programme werden über die Registry oder die INI-Dateien aufgerufen? Und wie deaktiviert man diese?
Mit etwas Erfahrung wird man diese Einträge auch "in Handarbeit" finden und abstellen können. Aber das Programm MSConfig macht die Arbeit um vieles leichter. Auf der Registerkarte "Autostart" sind all diese Programme aufgeführt.



Entfernt man das Häkchen vor einem Programm, so wird dieses beim nächsten Windowsstart nicht mitgeladen.
Sind alle Programme deaktiviert und der Fehler bleibt trotzdem vorhanden, können auch andere Startdateien "überprüft" werden. Hierzu wechseln Sie auf die Registerkarte "Allgemein" und wählen "Autostart-Auswahl".



Hier deaktivieren Sie nacheinander die einzelnen Startdateien (Häkchen entfernen) und führen jedesmal einen Neustart aus. Unterbleibt der Fehler, haben Sie zumindest die verantwortliche Datei gefunden. Sie können dann evtl. auf der Registerkarte der entsprechenden Datei nach dem verantwortlichen Treiber suchen.


Installation

Einfach die in der heruntergeladenen ZIP-Datei enthaltene Datei MSCONFIG.EXE in das Windows-Verzeichnis kopieren. Aufruf des Programms dann z.B. über "Start, Ausführen" und Eingabe von "msconfig" - oder Sie legen sich eine Verknüpfung in das Startmenü bzw. auf den Desktop.





Systemdateiprüfung
Die hierfür benötigten Dateien stellte A.J. Bischof von www.winguide.ch zur Verfügung


Funktionen:

In Win98 steht mit dem Programm SFC (System File Checker) eine Prüfung der Systemdateien zur Verfügung. Das Programm untersucht diese und schlägt bei beschädigten oder veränderten Dateien vor, diese von der Windows-CD zu ersetzen.

Als zweite Nutzungsmöglichkeit kann man damit auch beliebige Dateien von der Windows-CD extrahieren, ohne die genaue CAB-Datei zu kennen, in der die gewünschte Datei ist.
Angenommen also, Sie brauchen eine Schriftdatei, die Ihnen abhanden gekommen ist, so müssten Sie eigentlich alle CAB-Dateien öffnen, um nachzuschauen, wo diese Schrift gespeichert ist; bei 18 (Win95a) bzw. 28 (Win95b) CABs eine Menge Arbeit! Mit SFC geben Sie einfach die gesuchte Datei ein und das Programm übernimmt das Suchen und auch das Extrahieren für Sie (Abb.1)!

Abb.1



Installation

Entpacken Sie die in der Download-ZIP enthaltenen Dateien in die folgenden Verzeichnisse (oder entpacken Sie alle Dateien nach C:\Windows und kopieren Sie die beiden anderen Dateien in ihr jeweiliges Verzeichnis):

SFC.EXE C:\Windows
DEFAULT.SFC C:\Windows
SFC.DLL C:\Windows\System
SFC.HLP C:\Windows\Help



Praxis:
Am schnellsten rufen sie das Programm auf durch die Eingabe von "sfc" unter "Start, Ausführen" (Abb.2).   Sie können natürlich auch eine Verknüpfung zu der EXE in den Ordner "Systemprogramme" des Startmenüs legen (Abb.3).
Abb.2   Abb.3



Tipp: Lassen Sie das Programm zunächst mit den Standardeinstellungen laufen. Wenn es beim Ausführen dann allerdings "hängenbleiben" sollte, kontrollieren Sie in der LOG-Datei SFCLOG.TXT, in welchem Ordner das Programm zuletzt Dateien prüfte. Bei mir blieb das Programm hängen, während es die Unterverzeichnisse von "C:\Programme" durchsuchte. Erst nachdem ich dieses Verzeichnis über "Einstellungen, Suchkriterium, Entfernen" (Abb.4) von der Durchsuchung ausgeschlossen hatte, lief das Programm durch. Da sich in diesen Verzeichnissen ohnehin keine Systemdateien befinden (außer in "Gemeinsame Dateien" und "Zubehör"), muss hier auch keine Prüfung durchgeführt werden.
Abb.4







Systemanpassung

TweakUI hatte Microsoft mit auf die Windows98-CDs gepackt. Unverständlicherweise wurde es bei der "Second Edition" ebenso wie bei allen folgenden Windowsversionen nicht mehr mitgeliefert. Bereits vorher war es in den Microsoft Powertoys enthalten, die Microsoft für Windows 95 zum Download anbot.
TweakUI ermöglicht eine ganze Reihe von Einstellungen, die man sonst nur durch direkte Eingriffe in die Windows-Registrierung erreichen würde. Es sollte auf keinem Windows-Rechner fehlen. Und: jetzt gibt es endlich auch eine deutsche Version!

Installation

In der Download-ZIP finden Sie mehrere Dateien, die alle "TweakUI" heißen, aber unterschiedliche Endungen haben. Entpacken Sie diese Dateien in ein Extra-Verzeichnis (z.B. C:\Programme\TweakUI). Starten Sie die Installation durch Rechtsklick auf die INF-Datei und Auswahl des Menüpunktes "Installieren".
Sollte die Aufforderung erscheinen, den Datenträger "TweakUI" einzulegen, bestätigen Sie diese Meldung mit "OK", klicken auf "Durchsuchen" und bestätigen die Vorgabe 2x mit "OK". Der Rest passiert automatisch (bei Installationsproblemen diesen Tipp lesen). Nach der Installation wird es über ein Icon in der Systemsteuerung gestartet.




Funktionen

Die Funktionen sind so vielfältig, dass hier nur eine kleine Auswahl aufgezählt werden kann (schauen Sie sich einfach mal nach dem Installieren die einzelnen Registerkarten an):
Einstellen der Doppelklickgeschwindigkeit der Maus, Löschen oder Anzeigen bestimmter Icons in der Systemsteuerung oder auf dem Desktop (z.B. Papierkorb), Ausblenden bestimmter Laufwerke aus dem Explorer, Autostart von CDs ganz abstellen oder nur für Audio-CDs zulassen, Konfigurieren des Bootvorgangs, automatische Netzwerkanmeldung, Repairfunktion für wichtige Systemkomponenten, usw. sind nur einige der möglichen Tuning-Möglichkeiten.







Sommerzeit

Seit Jahren endet die Sommerzeit Ende Oktober. Diese Änderung ist in der originalen Version von Windows 95 aber noch nicht berücksichtigt. Folglich wird in Version "4.00.950" weiterhin bereits Ende September die Uhr um eine Stunde zurückgestellt. Nun gibt es zwar einen Registry-Eintrag, mit dem man den aktuellen Umstellungszeitpunk ändern kann, aber dieser ist nicht immer dauerhaft. So führt manchmal schon ein Ändern der Uhrzeit oder des Datums (nach Doppelklick auf die Uhr unten rechts in der Taskleiste) dazu, dass Windows automatisch auch die Sommerzeiteinstellung auf seinen Standardeintrag (Ende September) zurückstellt.
Abhilfe schafft hier das Erstellen einer eigenen Zeitzone (auf die Änderungsmöglichkeit über die Registry wird weiter unten eingegangen). Hierfür haben die Windows-Entwickler aus dem Hause Microsoft den "TimeZoneEditor" geschaffen, mit dem Sie bestehende Zeitzonen ändern oder neue anlegen können. Dieses Programm ist Teil der sogenannten "Kernel Toys", die Microsoft zum freien Download anbietet.

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Funktionen

Mit dem TimeZoneEditor legen Sie eine neue Zeitzone an, in der Sie die aktuellen Sommerzeiteinstellungen festlegen. Diese können Sie dann Windows als Standard-Zeitzone angeben. Danach wird Ihre Systemzeit immer zum eingestellten Datum automatisch geändert.


Installation

In der Download-ZIP sind diese Dateien enthalten: TZEDIT.EXE und TZEDIT.HLP. Legen Sie im Ordner "Programme" den Unterordner "TimeZoneEditor" an und kopieren Sie die beiden Dateien in diesen Ordner. Nach Doppelklick auf die Datei TZEDIT.EXE sehen sie eine Vielzahl von Zeitzonen. Um eine neue Zeitzone zu erstellen, klicken Sie auf "New".



In dem folgenden Fenster geben Sie der Zeitzone zunächst mal einen Namen, unter dem diese dann später in der Liste auftauchen wird. Ändern Sie den eingeklammerten Bereich am Anfang auf "(GMT+01:00)". Dies steht für "Greenwich Mean Time" und die Zeitverschiebung der zu erstellenden Zeitzone. Dahinter können Sie einen Städtenamen (z.B. den Namen Ihrer Heimatstadt) angeben.
Im Feld "Time Zone Name" steht nun also z.B.: "(GMT+01:00) Klein-Kleckersdorf" (der Name ist frei wählbar).
Im Feld "Abbreviation" geben Sie eine Zeitzonen-Beschreibung ein, z.B. "Deutsche Normalzeit".
"Offset from GMT" (Zeitverschiebung zur GMT) wäre "01:00".
Da Sie ja automatische Umstellung der Uhr wünschen, setzen Sie ein Häkchen in das entsprechende Kästchen.
Nun müssen Sie nach die folgenden Boxen so einstellen, dass dort steht: Im unteren Feld "Abbreviation" geben Sie nun ein: "Deutsche Sommerzeit"
und bei "Daylight Bias" die Zahl der Stunden, um die die Zeit zum angegebenen Zeitpunkt vor bzw. zurück gestellt werden soll (also "+01:00").

Die vollständigen Eingabe sehen Sie hier:


Nach Klick auf OK und Schließen des TimeZoneEditors steht die neue Zeitzone nun zur Verfügung. Um sie zu aktivieren, doppelklicken Sie auf die Uhr in der Taskleiste und wählen auf der Karte "Zeitzone" Ihre neu erstellte Zeitzone aus der Liste aus.
Achten Sie darauf, dass dort die Option "Uhr automatisch auf Sommer-/Winterzeit umstellen" aktiviert ist.



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Änderungen der Registrierungseinträge
Wenn Sie doch lieber keine eigene Zeitzone erstellen wollen, können Sie über folgende Änderungen in der Registry auch das korrekte Sommerzeitende einstellen. Ich weise aber noch einmal darauf hin, dass diese Änderungen eventuell nicht dauerhaft sind.

Zunächst vergewissern Sie sich, welche Zeitzone bei Ihnen eingestellt ist. Dazu klicken sie doppelt auf die Uhr in der Taskleiste und in dem sich dann öffnenden Fenster auf die Registerkarte "Zeitzone". In der Regel wird hier "Berlin, Stockholm,..." eingestellt sein. Merken Sie sich diesen Eintrag.



Öffnen Sie dann den Registrierungseditor durch Eingabe von "Regedit" unter "Start, Ausführen". Gehen Sie zum Zweig
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\control\TimeZoneInformation
Hier finden Sie die Einstellungen der aktuell eingestellten Zeitzone. Sie sehen im rechten Fenster neben dem Schlüssel "StandardStart" ein Folge von Zahlen. Dies ist der diesem Schlüssel zugeordnete Wert. Durch Doppelklick auf den Schlüssel öffnen Sie diesen zur Bearbeitung. Das dritte Zahlenpaar ist "09". Markieren Sie dieses, so dass es blau unterlegt ist. Dann ändern Sie es in "0a" (das "bedeutet" Oktober).



Nun haben Sie die Werte für die aktuell eingestellte Zeitzone geändert. Um den Zeitpunkt des Sommerzeitendes dauerhafter zu machen, sollten auch die für diese Zeitzone eingestellten Standardwerte angepasst werden. Daher gehen Sie nun zum Zweig
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\TimeZones
Suchen Sie hier die bei Ihnen eingestellte Zeitzone ("Berlin, Stockholm,..." bspw. liegt im Unterzweig "W.Europe"). Markieren Sie Ihre Zeitzone und ändern Sie im rechten Fenster beim Schlüssel "TZI" in der Zahlenkolonne ebenfalls das Zahlenpaar "09" in "0a".


Wenn Sie den Registrierungseditor schließen, werden die Änderungen übernommen. Ein Neustart ist nicht notwendig.





Die Euro-Umstellung


Alle Windows-Versionen sind eurofähig - außer Windows 95!
Aber keine Angst: Man kann auch das geliebte Windows 95 so nachrüsten, dass es das Euro-Zeichen akzeptiert und man mit diesem arbeiten kann. Grundsätzlich müssen folgende Punkte "bedacht" werden:

  • die Systemerkennung des Eurosymbols
  • die Eingabe über die Tastatur
  • die Anzeige auf dem Bildschirm
  • die Ausgabe über den Drucker
  • der Spezialfall Microsoft-WORD



  • Systemerkennung des Eurosymbols
    Damit Sie in den Ländereinstellungen als Standardwährung das Eurosymbol "€" eingeben können, müssen das Euro-Update für Windows 95 installieren.

    Installation
    Nach dem Download finden Sie in der Download-ZIP die originale Datei "w95euro.exe" von der Microsoft-Homepage.

    Funktion
    Nachdem Sie diese Datei per Doppelklick ausgeführt und nach Aufforderung Ihr System neu gestartet haben, können Sie über
    "Start --> Einstellungen --> Systemsteuerung --> Ländereinstellungen --> Währung"
    bei "Währungssymbol" das Euro-Zeichen als Standard auswählen.



    Dadurch "wissen" diejenigen Anwendungsprogramme (z.B. Excel), die sich bei Windows "erkundigen", welches Währungszeichen sie verwenden sollen, dass sie zukünftig das Eurosymbol anzeigen und verwenden sollen.


    Eingabe über die Tastatur
    Bei neuen Tastaturen ist das Eurosymbol bereits auf der E-Taste abgebildet. Man erreicht es (wie auch das @-Zeichen) über das Drücken der "Alt Gr"-Taste zusammen mit "E" (weitere Möglichkeiten sind: "Strg"+"Alt"+"E" oder "Alt"+"0128" auf dem Ziffernblock).
    Diese Tastenkombination gilt auch für Tastaturen, auf denen das Eurosymbol nicht aufgedruckt ist (bei Windows 95 allerdings erst, nachdem das Euro-Update ausgeführt wurde!).


    Anzeige auf dem Bildschirm
    Damit das Eurosymbol nach dem Drücken der richtigen Tasten auch angezeigt wird, muss die gerade verwendete Schriftart natürlich das Euro-Zeichen auch enthalten.
    Nach dem Euro-Update trifft das zumindest für einige Systemschriftarten zu. Weitere Schriftarten kann man sich an vielen Stellen im Internet herunterladen. Bei Microsoft gibt es bspw. ein Update der wichtigsten Office-Schriftarten.
    Die Installation der Schriftarten erfolgt automatisch nach Ausführen der heruntergeladenen EXE-Datei. Sie stehen allerdings erst nach einem Neustart (zu dem man nach der Installation aufgefordert wird) zur Verfügung.


    Ausgabe auf dem Drucker
    Normalerweise wird das ausgedruckt, was auch auf dem Bilschirm angezeigt wird. Obwohl die meisten Drucker über Zeichensätze verfügen, die das Eurosymbol enthalten, könnte es in einzelnen Fällen vorkommen, dass ein druckerinterner Schriftsatz verwendet wird, der dieses Zeichen eben nicht enthält. In diesem Fall haben Sie 2 Möglichkeiten:
    Für den zweiten Punkt gehen Sie über "Start --> Einstellungen --> Drucker" nach Rechtsklick auf Ihr Druckermodell in das "Eigenschaften"-Menü des Druckers und suchen dort nach einer Option, die in etwa "True Type Schriften als Grafik drucken" heißt. Diese Option ist allerdings nicht bei allen Druckermodellen verfügbar.


    Spezialfall Microsoft WORD 95 (7.0)
    Leider ist die für das Eurosymbol benötigte Tastenkombination "Alt GR"+"E" in WORD 7.0 reserviert für das Einfügen von Endnoten. Natürlich kann man über "Alt"+"0128" (Nummernblock) trotzdem das Eurosymbol einfügen, nur eben nicht über "Alt Gr"+"E". Die Verknüpfung der Funktion "Endnote" mit der Euro-Tastenkombination muss also zuerst aufgehoben werden, bevor man das Eurosymbol tatsächlich über den "offiziellen" Shortcut (=Abkürzung) in seinen Dokumenten erzeugen kann. Hierzu öffnet man WORD und geht über "Extras --> Anpassen" in das Anpassen-Menü. Hier klicken Sie auf der Karte "Tastatur" nacheinander auf die im Bild gezeigten Einträge: "Alle Befehle", "EndnoteJetztEinfügen" und "Alt+Strg+E".



    Wenn alles so eingestellt ist, wie auf dem Bild, betätigen Sie die Schaltfläche "Entfernen". Dadurch wird dieser Shortcut (diese Tastenkombination) gelöscht und müsste ab jetzt für das Eurosymbol verwendet werden.
    Wenn das so ist, brauchen Sie nichts weiter zu unternehmen.

    Wenn dies auch nach einem Neustart noch nicht der Fall ist, weisen Sie diesen Shortcut dem Eurosymbol einfach noch einmal zu. Öffnen Sie wieder WORD und stellen Sie zunächst einmal eine Schriftart ein, die sicher das Eurosymbol enthält (bspw. Arial). Dann gehen Sie über "Einfügen --> Sonderzeichen" in das Sonderzeichen-Menü.



    Hier stellen Sie unter "Schriftart" wie auf dem Bild zu sehen "normaler Text" ein. Sie sehen das Eurosymbol nun einige Zeichen hinter den Kleinbuchstaben. Markieren Sie es und klicken Sie auf die Schaltfläche "Shortcut".

    Nun öffnet sich ein neues Fenster, in welchem Sie einen neuen Shortcut festlegen können. Stören Sie sich nicht daran, dass anstaelle des -Zeichens nur ein senkrechter Strich angezeigt wird - WORD kann das hier nicht anders darstellen. Wenn Sie vorher aber das Eurosymbol markiert hatten (blau hinterlegt), handelt es sich auch hier um das richtige Zeichen.



    Tragen Sie nur im Feld "Neuen Shortcut wählen" die gewünschte Tastenkombination ein. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie "Alt Gr" oder "Alt"+"Strg" mit dem "E" zusammen drücken - in beiden Fällen wird der Eintrag wie auf dem Bild aussehen.
    Wenn das so ist, klicken Sie noch auf die Schaltfläche "Zuweisen" und können nun alle Fenster wieder schließen. Jetzt sollte das Eurosymbol über die bereits bekannte Tastenkombination eingefügt werden können.




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